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Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika, der am 6. Juli 1964 seine Unabhängigkeit von Großbritannien erlangte. Es grenzt an Tansania, Mosambik und Sambia. Malawi hat etwa 13 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Lilongwe.

Die Hauptattraktion in Malawi ist der drittgrösste See Afrikas - den Malawisee. Dieser aussegewöhnliche artenreiche See mit seinem kristallklarem Wasser wurde vom Missionar Livingstone entdeckt.



Fläche: 118.480 km²

Bevölkerungszahl: 13,90 Mio Einwohner. Volksgruppen in Malawi: 53,2 % Maravi (einschließlich Tonga, Nyanja, Chewa und Tumbuka), Lomwe 16,3 %, Yao 13,4 %, Ngoni 8,7 %, andere 8,4 %.

Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner pro km²

Hauptstadt: Lilongwe ist die Hauptstadt von Malawi und der Zentralregion. Sie hat ca. 646.750 Einwohner (Stand 2005); die Bevölkerung wächst rasant. Sie ist eher eine ruhige, ja verschlafene Stadt, in der aber in letzter Zeit die Einbruchskriminalität zunimmt.

Staatsform: Nach der Verfassung von 1966 ist Malawi eine präsidiale Republik im Commonwealth. Einzige zugelassene Partei war die Malawi Congress Party. Nach einem Referendum 1993 wurde die Einführung eines Mehrparteiensystems beschlossen. Danach hat das Parlament 177 Abgeordnete, die alle 5 Jahre neu gewählt werden. Ebenfalls alle 5 Jahre wird in direkter Wahl das Staatsoberhaupt, der Präsident, bestimmt. Das Rechtssystem orientiert sich am britischen Recht.

Regierungschef und Staatsoberhaupt: Bingu wa Mutharika ist ein malawischer Politiker und seit 2004 Präsident Malawis.

Höchster Punkt: Sapitwa (Mount Mulanje), 3.002 m

Niedrigster Punkt: Shire-Fluss an der Grenze zu Mosambik, 37 m

Sprache: Amtssprachen sind Englisch und Chichewa. Daneben werden viele andere einheimische Sprachen gesprochen. Der normale Tourist kommt mit fast ausschließlich mit Personen in Kontakt, die ein Mindestmaß Englisch sprechen.

Religion: Etwa 80 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Christentum, mit 12 Prozent hat Malawi einen höheren Anteil Moslems als die anderen Länder im südlichen Afrika. Die verbleibenden Prozente entfallen auf Atheisten und Anhänger von traditionellen Religionen, wobei deren mythologische Vorstellungen teilweise in die Hochreligionen mitgenommen wurden und bestimmte Rituale unter anderen Namen dort weiterhin praktiziert werden. Christen haben im gesamten Norden bis zur Hälfte des Landes einen Bevölkerungsanteil von über 90 Prozent, das Siedlungszentrum der Moslems liegt im Osten südlich des Malawi-Sees. Traditionelle Religionen werden in einzelnen kleinen Gebieten im äußersten Süden, besonders im Distrikt von Nsanje praktiziert.

Ortszeit: MEZ + 1. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Malawi.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +1 Std. und im Sommer 0 Std.

Telefonvorwahl:  +265

Internet-Kennung: .mw




karte_malawi.jpgMalawi liegt nahezu vollständig im Bereich des ostafrikanischen Grabenbruchsystems. Die Landschaftsgestalt wird von Hochflächen, die von einzelnen Inselbergen überragt werden, weiten Ebenen und dem Malawisee (früher Njassasee, njassa = „See“ auf Chichewa) bestimmt. Die nördliche Region ist bergig, die höchsten Gipfel steigen hier bis zu 3000 m an. Mit einer Fläche von etwa 29.600 km², 570 Kilometer Länge und einer Breite bis zu 80 Kilometern ist der Malawisee der größte See Malawis und zugleich das drittgrößte Binnengewässer Afrikas; er gehört überwiegend zum malawischen Staatsgebiet. Südlich des Sees setzt sich der Grabenbruch fort.

Das aus einer Ebene mit grünen Teeplantagen herausragende imposante Mulanje-Massiv bildet die höchste Erhebung des Landes, der höchste Berg ist der Sapitwa mit 3.002 m Höhe. Der längste Fluss ist der Shire mit 402 km Länge. Als südlicher Abfluss des Malawisees durchströmt der Shire zunächst den Malombesee, bevor er in Mosambik in den Sambesi mündet (hier befindet sich mit 37 m Höhe auch der niedrigste Punkt in Malawi).










flugzeug_airmalawi.gifFlugzeug: Malawi hat 6 Flughäfen mit geteerten Landebahnen die beiden größten sind Lilongwe Kamuzu International Airport und Blantyre Chileka Airport. Kamuzu International Airport wird regelmäßig (gegenwärtig 5x/Woche) von der südafrikanischen SAA von Johannesburg, sowie von der Kenyan Airways von Nairobi aus und von Ethiopian Airlines von Addis Abeba aus angeflogen. 2x/Woche fliegt SAA auch von Johannesburg nach Blantyre. Der Preis liegt zwischen 700-1200 Euro.

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Internationale Flughäfen: Lilongwe (LLW) (Lilongwe International) liegt 23 km nördlich der Hauptstadt.

Blantyre (BLZ) (Chileka) liegt 18 km von der Stadt entfernt.

Schiff: Es gibt eine Schiffsverbindung von Mamba Bay (Tanzania) nach Nkhata Bay die ca. einmal wöchentlich bedient wird und eine Verbindung zwischen den malawischen Inseln im Nyasa See und Mosambique.

Pkw: Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf den z.T. ungeteerten Straßen erschweren kann



pass.jpgReisepass: Allgemein erforderlich, muss noch 6 Monate über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein.

Visum: Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, genannten Länder für Aufenthalte bis zu 90 Tage:
EU-Länder (Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsbürger von Österreich, Bulgarien, Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn).

Transit: Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 24 Std. weiterreisen, über gültige Dokumente für die Weiterreise sowie über reservierte Sitzplätze verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Diese Regelung gilt u.a. nicht für Staatsangehörige von Bulgarien, Polen, Rumänien, der Slowakischen Republik, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn, die in jedem Fall ein Transitvisum benötigen. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen malawischen Vertretungen.

Gültigkeitsdauer:
Touristenvisum: 3 Monate (einmalige Einreise) bzw. 6 oder 12 Monate (mehrmalige Einreise) ab Ausstellungsdatum. Die Möglichkeit einer Visumverlängerung besteht, Beantragung beim Immigration Department in Blantyre.
Transitvisum: bis 7 Tage.

Antragstellung: Konsularabteilung der Botschaft

Aufenthaltsgenehmigung: Anfragen vor der Abreise an den Controller of Immigration Services, PO Box 331, MW-Blantyre

Bearbeitungszeit: 8-10 Werktage. Bei telefonischer Absprache und persönlicher Antragstellung werden Visa manchmal auch innerhalb von 2 Tagen ausgestellt.

Ausreichende Geldmittel: Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Einreise mit Kindern:

Deutsche:  Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.
Aktueller Hinweis zum Kinderausweis/Kinderreisepass: Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar.

Österreicher: Eintragung eines Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr  in den Reisepass eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Impfungen
: Siehe Gesundheitshinweise.



geld_malawi.jpegLandes-Währung: 1 Malawi Kwacha unterteilt in 100 Tambala.

Währungs-Kürzel: MWK

Die aktuelle Banknoten-Serie zu 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Kwacha wurde 1997 ausgegeben und 2001 um eine 500 Kwacha-Banknote ergänzt. Seit 2006 sind auch Bimetall-Münzen im Wert von 5 und 10 Kwacha im Umlauf.
Es existieren außerdem Münzen zu 1, 2, 5, 10 und 20 Tambala, die jedoch aufgrund ihres geringen Wertes praktisch nicht mehr im Umlauf sind.

Geldwechsel: US-Dollar, Euro, britische Pfund und südafrikanische Rand können problemlos gewechselt werden. Es bestehen kaum Umtauschmöglichkeiten für weniger gängige Währungen. Außerhalb der größeren Städte ist ausschließlich Barzahlung möglich. Ausländische Besucher des Landes müssen ihre Hotelkosten in Devisen bezahlen. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar und Pfund Sterling in bar.

Wechselkurs
Malawi Kwacha:
•  Kurs Malawi Kwacha (MWK) - Euro (EUR)
•  Kurs Euro (EUR) - Malawi Kwacha (MWK)
•  Kurs Malawi Kwacha (MWK) - Schweizer Franken (CHF)
•  Kurs Schweizer Franken (CHF) - Malawi Kwacha (MWK)

Kreditkarten: In der Hauptstadt und den großen Hotels werden die bekanntesten Kreditkarten wie Visa, MasterCard, Diners Club und American Express angenommen. In den Banken und in einigen Wechselstuben kann mit Kreditkarte Bargeld abgehoben werden, allerdings noch nicht am Geldautomaten. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks: Sollten in US-Dollar ausgestellt sein und können bei Banken und Hotels in größeren Städten eingelöst werden. Oft ist dazu die Kaufquittung der Reiseschecks nötig.

Geldautomaten: Automaten der Stanbic- und Nationalbank akzeptieren Internationale Karten. Alle diese Automaten findet man in grösseren Städten.

Devisenbestimmungen: Ein- und Ausfuhr der Landeswährung auf 200 MWK beschränkt. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen nur bis in Höhe der deklarierten Beträge.

Bank-Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.00-13.00 Uhr. Geldwechsel für Touristen in Blantyre und Lilongwe auch Sa 09.00-11.00 Uhr.

Trinkgelder:
Es ist üblich, etwas Trinkgeld zu geben, wenn man mit den Dienstleistungen zufrieden war. Dabei gibt es weder feste Regeln noch eine Verpflichtung.
 Trinkgelder immer in Landeswährung zahlen, da andere Münzen schwer zu tauschen sind.
 Hier ein paar Richtwerte:
 •  Guide pro ganzer Tag: ca. EUR 7/CHF 9.50
 •  Guide für eine Führung von 2-3 Stunden: ca. EUR 3/CHF 4
 •  Fahrer pro ganzer Tag: ca. EUR 2/CHF 3
 •  In Restaurants: ca. 5-10% des Rechnungsbetrages
 •  Gepäckträger pro Gepäckstück: ca. 30 Cent/50 Rappen
 •  Zimmermädchen: ca. 80 Cent - 1.50 Euro / 1 - 2.50 Franken


certificate_vaccination.jpgImpfung

Nicht empfohlen, aber in gewissen Fällen obligatorisch
- Gelbfieber: Impfung obligatorisch (auch für Flughafentransit-Passagiere) bei Einreise innerhalb 6 Tagen aus Gelbfieber-Endemiegebiet (nicht bei dortigem Flughafentransit)

Für alle empfohlen
- Diphtherie, Hepatitis A, Tetanus
- Masern: Impfung oder Krankheitsimmunität
- Poliomyelitis: Grundimmunisierung und Auffrischung alle 10 Jahre empfohlen

Für Risikogruppen empfohlen
- Abdominaltyphus, Hepatitis B
- Tollwut: terrestrische Tollwut verbreitet

Anmerkungen
- Hepatitis A: keine Impfung, wenn Sie diese Krankheit durchgemacht haben
- Cholera: Impfung nicht empfohlen (Risiko sehr gering)

Malaria
Allgemeines
- Langzeitaufenthalt: für Aufenthalte von mehr als 3 Monaten gelten die Angaben für die ersten 3 Monate. Danach lokale Empfehlungen berücksichtigen.
- Medikamente: sollen nur auf Rezept genommen werden. Homöopathische Malariamittel haben keine nachweisbare Wirkung und werden bei dieser lebensgefährlichen Krankheit weder zur Vorbeugung noch zur Therapie empfohlen.

Risikogebiete hohes Risiko im ganzen Land inklusive Städte

Übertragungsmonate 1-12

Aufenthaltsdauer bis 12 Wochen

- ganzes Land: Die regelmässige Einnahme des Medikamentes Mefloquin (LARIAM® / MEPHAQUIN®) oder Atovaquon + Proguanil (MALARONE®) oder Doxycyclin (Monohydrat) vor der Abreise beginnen*
* Allgemeine Einnahmevorschriften:
- LARIAM® / MEPHAQUINE®: 1 Tabl. pro Woche, 1 Woche vor der Abreise beginnen;
- MALARONE®: 1 Tabl. pro Tag, 1-2 Tage vor der Abreise beginnen;
- Doxycyclin: 1 Tabl. pro Tag, 1 Woche vor der Abreise beginnen !

Aids
HIV-Bestimmungen: Gewisse Länder verlangen für Langzeitaufenthalte einen HIV-Test, vor allem von Einwanderern, manchmal auch von Studenten und Reisenden. Da diese Vorschriften häufig wechseln, erkundigen Sie sich bitte beim Konsulat des Landes. 
 An AIDS erkrankte Personen sollten Reisen in tropische Länder unterlassen, da bei Infektionen bedrohliche Komplikationen auftreten können.

Mitnehmen
Medikamente: Regelmässig benötigte Medikamente, Verbandmaterial, fiebersenkende Mittel und Medikamente gegen Reisedurchfall mitnehmen. Andere: Nach Absprache mit dem Hausarzt oder dem Apotheker.
Reiseversicherung: Zum Abschluss einer Reise-Krankenversicherung wird dringend geraten.

Während der Reise 

Malaria
Wenn angezeigt, regelmässige vorbeugende Malariatabletteneinnahme.

Bei Anzeichen einer Malaria (grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, usw.) ab dem 7. Tag nach erstmaligem Betreten eines Malariagebietes sollten Sie sofort (innerhalb von 24 Stunden) einen Arzt aufsuchen, damit eine Malaria ausgeschlossen werden kann. Ist dies nicht möglich, müssen Sie von einer Malariaerkrankung ausgehen und mit dem Notfallmedikament entsprechend den Einnahmevorschriften eine Behandlung beginnen. Danach sollte unbedingt ärztliche Hilfe aufgesucht werden.

Mückenschutz
- Mückenschutz nachts, unbedeckte Haut mit Repellentien schützen. In der Dunkelheit helle Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen (Malariarisiko).

Verpflegung
- Wasser: Nur Mineralwasser mit intaktem Verschluss oder gekochtes, filtriertes oder chemisch entkeimtes Wasser trinken, keine Eiswürfel.
- Grundregel: Gut gekochte Speisen vorziehen.
- Gem üse und Früchte: Selber waschen, trocknen und schälen.
- Achtung: Auf rohe Salate, Wurstwaren, rohe oder leicht gekochte/gebratene Meeresfrüchte, Mayonnaise, Eiscreme, Buttercreme, usw. besser verzichten.
- Hygiene: Nur individuelle Handtücher benutzen.

Sonne
- Keine Sonnenexposition von 11.00 bis 15.00 Uhr, Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor, usw.

Sex
- Ungeschützter Sex (einmal genügt!) kann AIDS, Hepatitis B, usw. übertragen.

Diverse Regeln
- Nicht barfuss gehen (Infektionsgefahr).
- Keine Akupunktur, Tätowierung.
- Keine Ohr- oder andere Piercings.
- Auf Freibaden in Binnengewässern verzichten (Bilharziose-Risiko).

Kliniken/Flugrettung: Kamuzu Central Hospital, Tel: 01 753 744, 01 753 555 oder 01 750 443; MARS (Medical Air Rescue Service), Tel: 01 795 018, 01 794 967, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können ,  Nofälle: 01-794036; MRI Johannesburg, Tel: 101-27-11 440 37 90, Fax: 339 31 53; Deutsche Rettungsflugwacht  e. V., Tel: +49-711 70 10 70, Fax: +49-711 70 10 71

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis: Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.



In Malawi herrscht subtropisches Klima mit vier Jahreszeiten: - kühle Saison zwischen Mai und Mitte August; - heisse Zeit zwischen Mitte August und November; - Regenzeit zwischen November und April, in dieser Zeit kann die Luftfeuchtigkeit morgens fast 100 % betragen; - Nachregenzeit zwischen April und Mai. Im Allgemeinen ist es im Hochland kühler und feuchter, während es in den tiefer gelegenen Gebieten heißer und schwüler ist. Am Malawi-See ist es am wärmsten, jedoch weht meistens ein kühlender Wind. Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken zwischen 19 und 32 °C von November bis April und zwischen 14 und 24 °C von Mai bis Oktober. Der Juli ist der kühlste Monat. Die Nächte können kalt sein, besonders im Bergland. Es besteht ein Niederschlagsgefälle von rund 2000 mm pro Jahr im äquatornäheren Norden zu knapp 1000 mm im Süden, die im Regenschatten liegende Grabensohle erhält örtlich kaum 600 mm.

Beste Reisezeit: Angenehm kühl und für Tierbeobachtungen gut geeignet ist die Trockenzeit von Mai bis September. Durch die spriessenden Pflanzen wirkt Malawi in der wärmeren Regenzeit grüner. In den Monaten Mai und Juni findet man eine gute Kombination aus beiden.



flugzeug_airmalawi.gifFlugzeug: Malawi hat 6 Flughäfen mit geteerten (Lilongwe Kamuzu International Airport 3047 m. Blantyre Chileka Airport 2437 m, vier weitere mit 914–1523 m) und 37 mit ungeteerten (900–1500 m) Start- und Landebahnen.
Es gibt eine nationale Fluglinie Air Malawi mit drei Flugzeugen. Die Vorläufergesellschaft war die Central African Airways.
Kamuzu International Airport wird regelmäßig (gegenwärtig 5x/Woche) von der südafrikanischen SAA von Johannesburg, sowie von der Kenyan Airways von Nairobi aus und von Ethiopian Airlines von Addis Abeba aus angeflogen. 2x/Woche fliegt SAA auch von Johannesburg nach Blantyre.

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Schiff: Die MS Ilala verkehrt regelmäßig auf dem Malawisee. Die Flüsse sind nicht schiffbar.

Bahn: Die Strecken von Malawi Rail liegen alle in der südlichen Hälfte des Landes. Die Linie beginnt (faktisch) in Chipata/Sambia, durchquert ein Hochplateau (1.200 m), erreicht die Hauptstadt Lilongwe, führt dann talwärts nach Chipoka am Malawisee (474 m) zum Hafen und weiter nach Nkaya. Dort zweigt eine Strecke nach Nayuchi (Grenze) und weiter zum mosambikanischen Tiefseehafen Nacala ab. Die andere Strecke führt über Blantyre, Bangula, Nsanje und von der Grenze weiter zum mosambikanischen Hafen Beira. Von dort aus können die Streckennetze von National Railways of Zimbabwe, Spoornet, TransNamib, Botswana Railways, Swazi Rail, Zambia Rail, TAZARA und die Benguelabahn erreicht werden.  Die Züge sind in der Regel unpünktlich, langsam und überfüllt. Touristen benutzen Züge nur selten.

Pkw: In Malawi herrscht Linksverkehr.
Malawi hat ein unterhaltenes Straßennetz von 14.597 km. Im Jahre 2001 sind davon 2.773 km geteert und 11.821 km ungeteert (mit Erdhobel gepflegte Schotterpiste). Daneben gibt es etliche mal besser, mal schlechter befahrbare Wege.
Die wichtigste Straße ist von Nord nach Süd gut ausgebaut, wenn auch nicht überall geteert. Von der sambischen Grenze über Chipita bis Karonga führt eine gepflegte Schotterpiste.

Zwischen Blantyre, Lilongwe und Mzuzu verkehren in der Express-Verbindung Reisebusse. Im übrigen Land gibt es gute Minibusverbindungen.

Mietwagen: In den grösseren Städten sind Mietwagen erhältlich. Sie können mit oder ohne Fahrer gemietet werden.

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Livingstonia ist ein 1.000 m hoch gelegenes Dorf in der Nordregion von Malawi am Fuße des Nyika-Plateaus, 120 km nördlich von Mzuzu.
In der Regenzeit ist Allradantrieb unerlässlich, denn es liegt an einem dramatischen Steilhang zwischen Nyika und See. Das Dorf bietet einen Panoramablick auf die schroffen Livingstone-Berge am gegenüberliegenden tansanischen Ufer des Malawisees, über dem es direkt auf einer Klippe liegt. In der Nähe stürzen die Manchewe-Fälle in die Tiefe. Das Nyika-Plateau ist von hier aus zu Fuß erreichbar, was aber eine vollständige Ausrüstung erfordert, da sich Wanderungen dorthin über Tage erstrecken. Ebenfalls zu Fuß erreichbar ist der See, was an einem Tag hin und zurück leicht machbar ist.

Der riesige Malawi-See erstreckt sich vom äußersten Nordosten bis nach Mangochi im Süden. Die Ufer des fast 24.000 qkm großen und 699 m hoch gelegenen Sees sind überwiegend sandig, die erschlosseneren Küstenabschnitte sind größtenteils frei von Bilharziose-Erregern (s. Gesundheit ). Krokodile sind an den Hauptbadeorten nicht anzutreffen. Es gibt keine Gezeiten oder Strömungen. Die meisten Hotels stellen Boote zur Verfügung und ermöglichen ihren Gästen Wassersport wie Segeln, Fischen, Wasserskifahren und Surfen. Der Malawi-See ist ein Unterwasserparadies für Taucher. Er ist der artenreichste See der Welt.
Ausgezeichnete Strände laden auf der Insel Likoma zum Baden ein, die auf einem Hügel stehende anglikanische Kathedrale ist ebenfalls einen Besuch wert. Unterkünfte stehen hier nur begrenzt zur Verfügung.

Senga Bay 19 km von Salima entfernt liegt der größte Badeort der zentralen Region des Landes mit ausgezeichneten Unterkunftsmöglichkeiten und Campingplätzen.

Lilongwe ist die Hauptstadt von Malawi und der Zentralregion und ist Ausgangspunkt für Reisen durchs Land. Der Markt auf der Malangalanga Road ist sehr lebendig. Die indischen Geschäfte in der Altstadt haben einen sehr eigenen Flair. In der Nähe befindet sich Salanjama, ein Gebiet, das wegen seiner Vogelvielfalt bemerkenswert ist. An den oberen Hängen zum Lilongwetal befinden sich Areale mit dichtem Regenwald und Büschen der Protea. Nur dreißig Minuten Fahrzeit entfernt liegt der Malawisee und Senga Bay mit zehn Kilometern Sandstrand, Hotel und Campingplatz. Eine gute Stunde Fahrzeit entfernt nach Norden liegt der Kasungu-Nationalpark mit einer Lodge, für den ein verlängertes Wochenende lohnt.

Blantyre wurde 1895 als die erste Stadt Zentralafrikas gegründet und hat ca. 730.000 Einwohner , wobei diese jährlich stark ansteigt. Blantyre ist die älteste moderne Stadt in Malawi und erhielt ihren Namen von dem Missionar und Afrikaforscher David Livingstone, der im schottischen Blantyre geboren wurde.

Malawi hat vier Nationalparks ausgewiesen:

Der Nyika-Nationalpark ist einer der wenigen länderübergreifenden Nationalparks Afrikas. Mit einer Größe von über 3.200 km2 verbindet er in der Northern Region von Malawi mit dem Nachbarland Sambia.
Der Kasungu-Nationalpark ist mit 2300km2 der zweitgrößte Nationalpark Malawis. Die Tierpopulation besteht aus den meisten im südlichen Afrika vorherrschenden Spezies einschließlich Elefanten, Büffel, Zebras und einer großen Vielfalt an Antilopen. Von den großen Raubtieren sind Löwen, Hyänen und Leoparden zu erwähnen. Der  Lengwe-Nationalpark ist eines der kleineren Tierschutzgebiete in Malawi bei Chikwawa.
Er umfasst im Wesentlichen flache Grassavannen mit Antilopen (Nyala, Buschbock, Kudu, Hartebeest, Impala), Büffeln, Leoparden und Löwen. Der Park ist zwar mit befahrbaren Feldwegen durchzogen, doch touristisch nicht erschlossen. In der Regenzeit ist der Lengwe-Nationalpark geschlossen, denn der weiche, schlammige Boden ist für Autos ungeeignet.
Der Malawisee-Nationalpark (engl. Lake Malawi National Park) ist ein Nationalpark in Malawi bei Monkey Bay am Südufer des Malawisees. Der 88 km² große Park umfasst einen Teil des Sees, die Halbinsel Khumba und zwölf kleinere Inseln. Er wird seit 1984 auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbe geführt. Der Malawisee enthält den größten Artenreichtum an Fischen weltweit. Im Bereich des Parks kommen etwa die Hälfte der geschätzt 1000 Arten vor, von denen über 90 % nur hier heimisch sind. Dies ist das Ergebnis einer evolutionären Anpassung, die in vergleichbarem Maßstab nur noch auf den Galapagos-Inseln studiert werden kann. Der See beinhaltet 30 % aller bekannten Buntbarsch-Arten, insbesondere die Mbuna. Bis auf 5 sind alle 400 Arten endemisch.

Neben den beschriebenen Nationalparks existieren mehrere Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Hier gibt es momentan aber keine Unterkunftsmöglichkeiten für Besucher.




Malawi Tourism Information Service
4 Christian Fields, GB-London SW16 3JZ
Tel: (+44) (0115) 982 19 03. Fax: (+44) (0115) 981 94 18
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
(nur Anfragen der Tourismusbranche).
(auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig)

Ministry of Tourism, Parks and Wildlife
Private Bag 326, MW-Lilongwe 3
Tel/Fax: (01) 77 06 50

Botschaft der Republik Malawi
Westfälische Strasse 86, 10709 Berlin
Tel: (030) 843 15 40. Fax: (030) 84 31 54 30.
Öffnungszeiten: Mo - Fr 09.00 - 12.00 und 13.00 - 16.30 Uhr;
(auch für Österreich zuständig).
Honorarkonsulate in Esslingen (Tel: 0711-37 41 64), Hamburg (Tel: 040- 8 81 01 00) und München (08178-74 92)
Botschaft der Republik Malawi: Avenue Herrmann-Debroux 46, B-1160 Auderghem
Tel: (+32) (02) 231 09 80. Fax: (+32) (02) 231 10 66
(auch zuständig für die Schweiz)

Konsulat der Republik Malawi (mit Visumerteilung)
Hohlstrasse 536, CH-8048 Zürich
Tel: (043) 817 05 82. Fax: (043) 817 05 83
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Öffnungszeiten: Mo - Fr 08.00 - 12.00 und 13.00 - 17.30 Uhr.
Das Konsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Botschaft der Republik Malawi in Auderghem (Belgien).

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Convention Drive (Capital City), Lilongwe
Postanschrift: Embassy of the Federal Republic of Germany, P.O. Box 30046, Lilongwe 3, Malawi.
Tel: (00265 1) 77 25 55. Fax: (00265 1) 77 02 50.
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Honorarkonsulat der Republik Österreich: Livingstone House, Livingstone Ave., Limbe (Blantyre)
Postanschrift: PO Box 1811, MW-Limbe (Blantyre)
Tel: (01) 622100, 621601. Fax: (01) 621088.
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Das Honorarkonsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der österreichischen Botschaft in Harare.

Konsulat der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Mtendere Drive 10/334, P.O. Box 30580, MW-Lilongwe
Tel: (01) 71 22 22. Fax: (01) 79 45 18.
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Das Konsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Botschaft in Harare.

Quelle: Unser Partner "Transafrika.org"


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Dieser Artikel basiert auf folgende Quelle(n):
- Artikel "
Malawi" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
- Artikel "
Malawi" aus der freien Enzyklopädie Wikitravel und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
- Artikel "Malawi" von der Website
www.fernweh.com
- Artikel "Malawi" von der Website
www.safetravel.ch

 
 
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