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Angola (dt. Aussprache: [aŋˈgoːla], port.: [ɐŋˈgɔlɐ]) ist ein Staat in Südwest-Afrika. Nationalfeiertag ist der 11. November, Tag der Unabhängigkeit (1975). Angola grenzt an Namibia, Sambia, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und den Atlantischen Ozean. Die von Angola annektierte Exklave Cabinda (ehemals Portugiesisch-Kongo) liegt ganz im Norden zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo am Atlantik.
Der Name Angola leitet sich von dem Titel Ngola der Könige von Ndongo, einem Vasallenstaat des Kongoreiches, ab. Die Region erhielt ihren Namen durch die ersten portugiesischen Seefahrer, die dort an der schwarzafrikanischen Küste anlandeten und ein Padrão (plural: Padrões), ein steinernes Kreuz der Inbesitznahme für den portugiesischen König, errichteten. Weitere Padrões finden sich weiter südlich bei Walvis Bay und an der südafrikanischen Küste. (Deren Originale sind im Museum für Geschichte in Kapstadt erhalten geblieben.)
Fläche: 1.246.700 km²
Bevölkerungszahl: 12.127.100
Die Bevölkerung Angolas setzt sich mehrheitlich aus drei Volksgruppen zusammen, von denen jede ihre eigene Sprache spricht. 30 % der Bevölkerung sind Ovimbundu, 21 % Kimbundu und 12 % Ganguela. 2 % der Bevölkerung sind von gemischter Ethnizität. Die Portugiesen sind mit knapp 30.000 Menschen die grösste nicht-angolanische Volksgruppe im Land.
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Luanda ist die Hauptstadt Angolas ca. 70 km nördlich der Mündung des Flusses Kwanza an der Atlantikküste. Über 5 Millionen Einwohner (Stand 1. März 2009)
Höchster Punkt: Berg Môco 2619 m
Staatsform: Angola hat ein präsidentielles Regierungssystem. Dies ist eine Regierungsform, in der ein Präsident als Staatsoberhaupt auch die Funktion des Regierungschefs innehat.
Staatsoberhaupt: Präsident José Eduardo dos Santos. Im Jahre 2001 erklärte er, dass er bei den nächsten Präsidentschaftswahlen zurücktreten werde, vorausgesetzt, dass bis dahin Frieden herrscht. Im Dezember 2003 wurde er als Vorsitzender der Movimento Popular de Libertação de Angola (MPLA) wiedergewählt. Er trat als Kandidat seiner Partei bei den Parlamentswahlen am 5. September 2008 an, bei der die MPLA knapp 82 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte.
Regierungschef: Premierminister António Paulo Kassoma
Sprache: Fast alle der in Angola gesprochenen Sprachen gehören zur Bantu-Sprachfamilie. Portugiesisch ist Amtssprache in Angola und wird heute von etwa 30 % der Angolaner – vor allem in der Hauptstadt Luanda – auch als Muttersprache gesprochen; unter den afrikanischen Sprachen am weitesten verbreitet sind jedoch Umbundu (37 %, von der ethnischen Gruppe Ovimbundu gesprochen), Kimbundu oder Mbundu (25 %) und Kikongo (13 % von der ethnischen Gruppe Bakongo gesprochen) sowie dessen Kreolvariante Kituba, und andere Sprachen wie Chilunga, Lingála, Ngangela, Oshivambo (Kwanyama, Ndonga), Otjiherero, und Chokwe. In Angola werden insgesamt 41 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen.
Religion: Über 50 % der Bevölkerung sind Anhänger der römisch-katholischen Kirche Angolas, rund 10 % sind Protestanten (Anhänger der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Angola), 1,65 % neuapostolische Christen, 35 % gehören Naturreligionen an. Der Anteil an Muslimen (hauptsächlich sunnitisch) beträgt schätzungsweise 2 %. Zeugen Jehovas sind inzwischen in 966 Gemeinden mit einer Zahl von ca. 68.000 aktiven Mitgliedern erfasst.
Ortszeit: WAT (UTC+1)
Telefonvorwahl: +244
Internet-Kennung: .ao
Die Republik Angola liegt zwischen 4° 22' und 18° 02' südlicher Breite sowie 11° 41' und 24° 05' östlicher Länge. Das Land gliedert sich grob in eine schmale Niederung entlang der Atlantikküste, die in Richtung Osten, zum Landesinneren hin, zum Hochland von Bie ansteigt: Es macht den grössten Teil Angolas aus, ist im Süden flach und in der Landesmitte bergig. Der höchste Berg ist der in diesem Hochland liegende Môco mit 2619 m. Der Osten Angolas wird vom Sambesi durchflossen.
Flugzeug: Mehrere internationale Fluggesellschaften operieren in Luanda, wobei der Verkehr nach Europa eine grössere Rolle spielt als der kontinentale Verkehr. Stationiert sind unter anderem Linien wie Lufthansa, die nach Frankfurt fliegt, oder die russische Aeroflot nach Moskau. Ausserdem liegen Ziele in China oder Kuba.
Internationaler Flughafen: Der Flughafen Luanda oder Aeroporto Quatro de Fevereiro ist der grösste Flughafen im afrikanischen Staat Angola. Er liegt etwa vier Kilometer von der Hauptstadt Luanda entfernt.
Auto: Von Namibia aus ist es möglich mit dem Auto einzureisen. Dringend empfohlen wird ein 4x4 Wagen. Mietwagenfirmen in Namibia erlauben eine Einreise nach Angola nicht. Die Strasse in Namibia bis zur Grenzstation ist asphaltiert und sehr gut. Auf angolanischer Seite endet der Asphalt sehr bald. Das angolanische Strassennetz, das grösstenteils aus nicht asphaltierten Verkehrswegen besteht, ist insbesondere während der Regenzeit (September bis April) schwer befahrbar und sehr stark beschädigt.
Reisepass: Ja: Gültigkeit 6 Monate über Reise hinaus
Visum: Allgemein erforderlich
Gültigkeitsdauer: 60 Tage ab Ausstellungsdatum für maximal 30 Tage Aufenthalt.
Transitvisum: Maximal 4 Tage.
Bearbeitungszeit: ca. drei Wochen.
Impfungen: Für die Visumbeantragung wird eine Bescheinigung über die durchgeführte Gelbfieberimpfung sowie die Impfung gegen Hepatitis A und B verlangt. Der Nachweis wird bei der Einreise kontrolliert.
Einreise mit Kindern
Deutsche: Deutscher Kinderausweis oder maschinenlesbarer Kinderreisepass für Kinder unter 12 Jahren (jeweils mit Lichtbild), ab 12 Jahren eigener Reisepass.
Österreicher: Eigener Reisepass
Schweizer: Eigener Reisepass
Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Alleinreisende Personen unter 18 Jahren sollten darüber hinaus eine amtlich beglaubigte Einverständ-niserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten mitführen. Wenn nur ein Elternteil mitreist, wird die Einverständniserklärung des anderen Elternteils benötigt.
Landes-Währung: 1 Kwanza = 100 Centimos
Währungs-Kürzel: Kz
Banknoten und Münzen: Es gibt Münzen zu 10 und 50 Centimos sowie zu 1, 2 und 5 Kwanza und Banknoten zu 10, 50, 100, 200, 500 und 1000 Kwanza. Die Noten zu 200, 500 und 1000 Kwanza wurden am 19. Juli 2004 erstmals in Umlauf gebracht.
Geldwechsel: Geld sollte nur in offiziellen Wechselstuben getauscht werden. Geldwechsel auf dem Schwarzmarkt ist illegal. US-Dollar werden ebenfalls genommen.
Kreditkarten: Werden nur in einigen grossen Hotels akzeptiert.
Reiseschecks: Werden i. Allg. nicht akzeptiert. Wo möglich, erfolgt der Umtausch nur gegen hohe Gebühren und zu einem ungünstigen Wechselkurs.
Devisenbestimmungen: Keine. Ein- und Ausfuhrbeschränkungen von Fremdwährung; Deklarationspflicht ab 5.000 US$. Ausfuhr nur in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis). Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet.
Bank-Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.00-12.30 und 14.00-15.00 Uhr.
Im Folgenden die Links zu den Reise- und Sicherheitshinweisen für Angola der Aussenminsterien von Deutschland, Österreich sowie der Schweiz:
Malaria ist im ganzen Land verbreitet, jedoch besteht in den Küstenorten (ausser in Namibe), ein sehr hohes Malariarisiko. Orte im Hochland haben geringere Ansteckungsgefahr, besonders während der kalten Monate (Juli, August).
In Luanda gibt es private Kliniken, die eine ausreichende Erstversorgung in Notfällen gewährleisten. Die Preise liegen sehr deutlich über dem deutschen Niveau. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung wird dringend empfohlen. Die (wohlhabenden) Angolaner selbst fahren bei ernsteren Erkrankungen nach Südafrika oder nach Namibia.
Die Infektionsrate mit HIV liegt nach Schätzungen von UNAIDS bei 3,9% und damit für die Region sehr niedrig. Als Grund hierfür wird die weitgehende Abschottung des Landes während des Bürgerkrieges genannt.
Angola teilt sich in drei Klimazonen ein:
An der Küste und im Norden des Landes ist es tropisch, das heisst, es gibt das ganze Jahr hohe Tagestemperaturen zwischen 25 und 30 °C, nachts ist es nur unwesentlich kühler. Von November bis März ist Regenzeit. Das Klima wird sehr durch den kühlen Benguelastrom (17-26 °C) beeinflusst, was bedeutet, dass Nebel häufig ist. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 500 mm, im Süden kaum bei 100 mm jährlich.
Das Hochland im Zentrum und Süden des Landes ist gemässigt-tropisch, es gibt vor allem im Winter deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. So liegen z. B. in Huambo die Temperaturen im Juli zwischen 25 °C tagsüber und 7-8 °C nachts, dazu kommt noch eine enorme Trockenheit. Ähnlich wie an der Küste ist die Regenzeit von Oktober bis April. Es fallen im Schnitt rund 1000 mm Regen pro Jahr.
Im Südosten des Landes ist es überwiegend heiss und trocken mit kühlen Nächten im Winter und Hitze und gelegentlichen Niederschlägen im Sommer. Die Jahresniederschläge schwanken um 250 mm.
Die für europäische Touristen angenehmste Reisezeit ist Juni bis August, da dann in Angola Winter ist und angenehme 25°C ohne grosse Regenzeiten die Regel sind.
Flugzeug: Zwischen allen grösseren und mittleren Städten verkehren regelmässig Flugzeuge. Sie sind aufgrund der schlechten Strassenzustände das gängiste Verkehrsmittel zwischen den meisten Städten. Die Kosten betragen ca. 100 $ pro Strecke.
Für Reisende ist Mobilität in Angola ein grosses Problem. Es gibt Mietwagenfirmen, die zu horrenden Preisen Autos vermieten. Meist unter der Auflage, dass man nur innerhalb der Stadt fahren darf. Es gibt Privatleute, die Autos vermieten. Diese Wagen sind meist nicht ordentlich versichert und die Nachfrage übersteigt das Angebot. Es ist daher schwierig, kurzfristig ein Auto zu mieten.
Die officiellen MACOM-Taxis in Luanda haben zwar einen hohen Standart, sind aber sehr teuer (12 $ für Kurzfahrten innerhalb der Kernzone). Inoffizielle Taxis sollte man nur auf Empfehlung nehmen. In anderen Städten ist der Taxi-Dienst erst im Aufbau, Motorrad-Taxis sind hier das allgemeine Individual-Transportmittel. Im Busverkehr bestimmen Kleinbusse das Strassenbild. Ihre Fahrweise ist meist beängstigend und sie sind in den meisten Unfällen verwickelt. Alkoholgenuss der Fahrer ist keine Ausnahme. Vor Überlandstrecken in Minibussen wird dringend abgeraten. Für diese stehen verschiedene Busfirmen - auch mit komfortablen Bussen - bereit. Man sollte sich lokal erkundigen.
Angola ist ein sehr teures Reiseland, was Übernachtungsmöglichkeiten angeht. In Luanda kommen sie nicht unter 60$ pro dz weg.
Auf der Luanda vorgelagerten Halbinsel gibt es eine Vielzahl netter Restaurants, direkt am Strand gelegen. Hier kann man auch den Tag verbringen. Das Essen ist (meist) ganz gut, die Preise entsprechen denen in Frankreich.
Von Luanda aus kann man mit dem Boot auf die Insel Massula gelangen, wo man wunderschöne Strände vorfindet. An den Stränden gibt es einige Restaurants, in denen man die einheimische Küche geniessen kann.
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Dieser Artikel basiert auf den folgenden Quellen:
- Artikel "Angola" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation
- Artikel "Angola" aus der freien Enzyklopädie Wikitravel und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation
- Artikel "Angola" von der Webseite www.fernweh.com
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